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ZEIT FÜR ENTSPANNUNG UND RUHE? - SONNTAG, ICH FÜHLE DICH.

29. Jan. 2023

Es ist Sonntag. Mein persönlicher Tag der Ruhe und Entspannung. Nur ungerne verplane ich mir diesen Tag. Diesen Tag möchte ich reservieren, für Dinge, die nur ich alleine mache, Dinge, die mir Energie geben, Dinge, die mich entspannen.

Dass der Sonntag, ein Tag der Ruhe ist, ist keine neumodische Erfindung und schon gar nicht meine. Doch wo kommt es her, dass der Sonntag (auch heute noch) bei vielen als „Ruhetag“ gilt und vor allem, was ist eigentlich dieser "Sonntagsblues"?

*VORSICHT - es folgt ein kurzer Exkurs in die Geschichte ;) *

Auch wenn man vermutlich zunächst denkt, die Christen hätten den Sonntag als Tag der Ruhe eingeführt, ist das nicht ganz richtig. Kaiser Konstantin, auch bekannt als Konstantin der Große hat 321 ein Edikt erlassen, das den Sonntag im ganzen Römischen Reich zum Ruhetag erklärte. Damit nahm der Sonntag als Ruhetag seinen Lauf. 

Mit dem 19 Jahrhundert und der Industrialisierung verlor der Sonntag als Ruhetag an Bedeutung, da in dieser Zeit, der Takt der Maschinen den Sonntag der Arbeiter bestimmte. Auch Landwirte haben keine Wahl und müssen auch Sonntags arbeiten. 1919 findet die Sonntagsruhe, mit einigen Ausnahmen, wie etwas für den Betrieb in Krankenhäuser schließlich auch ihren Weg in das Grundgesetz. 

*Geschichtsexkurs Ende*

Trotz Flexibilisierung der Arbeitszeiten und der Ausdehnung der Ladenschlusszeiten bedeutet der Sonntag für viele nach wie vor Ruhe und Entspannung, Zeit für sich oder mit der Familie. 

Für andere wiederum ist der Sonntag, der Tag vor Montag. Das bedeutet, dass sich die Gedanken an offene To Dos, unbeantwortete E-Mails, bevorstehende Prüfungen und zu erledigende Aufgaben in ihre Gedanken schleichen. Unruhe macht sich breit. Von Entspannung ist keine Spur mehr. Und für wieder andere ist der Sonntag ein Tag wie jeder andere. Hausarbeit, das Essen zubereiten und für die Familie das sein lässt sich eben auch an einem Sonntag nicht abstellen.

Schnell verfallen wir dann in den Sonntagsblues oder den Sonntagabendfrust. Und damit ist Entspannung und Ruhe dahin. Aber was genau hat das zu bedeuten?

 

SONNTAGSBLUES ODER SONNTAGSFRUST – WAS IST DAS?

Sonntagsblues oder Sonntagsfrust bezeichnet man die schlechte, nachdenkliche, melancholische Stimmung, die uns am Ende des Wochenendes heimsucht. Das Wochenende war schön, am Samstag konnte man noch viel erledigen. Heute, am Sonntag sind die meisten Geschäfte geschlossen, auf den Straßen ist es ruhig.

Der Sonntag bringt eine gewisse Ambivalenz mit sich. Eigentlich könnte man den Sonntag zur Erholung nutzen. Doch die Entspannung möchte sich nicht einstellen. Zu sehr hängt man bereits in Gedanken im Montag. Mal davon abgesehen kocht sich der Sonntagsbraten auch nicht von selbst. Dann wieder diese Gedanken an Montag. Was mache ich morgen früh zuerst? Werden es wieder so viele ungelesene E-Mails sein? Habe ich das Angebot am Freitag noch rausgeschickt? Eigentlich wollte ich ja heute noch die weiße Wäsche waschen. Aber ich sollte doch auch mal entspannen. Und so drehen wir uns im Kreis und befinden uns in einer Negativ-Spirale, die uns nicht zur nötigen Entspannung verhilft

 

WIE GELINGT ES, AM SONNTAG DOCH EIN BISSCHEN RUHE EINKEHREN ZU LASSEN?

WOHER KOMMEN DEINE GEDANKEN, GEFÜHLE UND DEINE ANSPANNUNG?

Zunächst einmal stellt sich die Frage, woher deine Unruhe und deine negativen Gedanken und Gefühle kommen.

Setz dich mit deinen Gefühlen und Gedanken auseinander? Woher kommen sie? Woher kommt deine schlechte, melancholische Stimmung? Was könnte Grund für das beklemmende Gefühl sein, dass du spürst, wenn du dir bewusst machst, dass es schon Sonntag Nachmittag ist. Spüre in dich hinein, was Auslöser, deiner Gedanken und Gefühle, deines Sonntagsblues sein kann.

 

WAS TUN GEGEN DEN SONNTAGSBLUES?

Je nachdem, was du identifizierst, heißt es nun, damit umzugehen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten und Strategien. Nicht jeder dieser Lösungsvorschläge wird auf deine Situation passen und nicht jeder davon, wird dich ansprechen. Ein Versuch ist es aber allemal wert. Im folgenden stelle ich dir 5 Möglichkeiten vor, die du für dich ausprobieren kannst. Vielleicht kannst du davon ausgehend, auch eigene Strategien entwickeln.

1. Freitag schon an Montag denken

Klingt komisch. Meistens bist du vermutlich froh, die Woche hinter dich zu bringen. Dennoch, nimm dir am Ende deiner Woche noch einmal kurz Zeit, um zu prüfen, ob alles wichtige erledigt ist. Hast du den einen Anruf noch gemacht? Wie sieht es mit dieser E-Mail aus? Beantworte sie doch am besten noch direkt. Anschließend wirfst du noch einen Blick auf die kommende Woche. Verschaffe dir einen Überblick. Was steht nächste Woche an? Welche Termine hast du am Montag? Bist du dafür vorbereitet? Brauchst du vielleicht einen Kalenderblocker am Montag Morgen, um das zu erledigen? Oder ist es vielleicht sogar jetzt noch wichtig? Mit diesen Überlegungen kannst du schließlich sortiert und entspannt in dein Wochenende starten

2. Gute Laune vorprogrammiert

Was tut dir gut? Was macht dir Freude? Wieso nicht einfach für deinen Montag etwas einplanen, das dir besonders viel Freude bereitet. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Mittagessen mit den Lieblingskollegen?  Oder was hältst du davon, den Montag Morgen mit einer Runde Yoga zu starten oder den Montag mit einem Treffen mit deinen Liebsten ausklingen zu lassen? Hauptsache am Beginn der Woche wartet etwas auf dich, worauf du dich schon am Sonntag freuen kannst. So kann sogar der Montag ein guter Tag werden.

3. Jetzt zum Sonntag. Denn auch ihn kannst du gezielt für dich nutzen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Entwickle ein Sonntagsritual, das dir gut tut und auf das du dich am Sonntag freust. Aber wozu? Ein Ritual gibt uns eine gewisse Routine vor. Durch etablierte Rituale und Routinen kommen wir weniger in die Versuchung „uns hängen zu lassen“. Achte dabei aber darauf, dass es etwas ist, dass dir gut tut und dich nicht unnötig unter Druck setzt und dir Stress bereitet. Überlege also, wie möchtest du dein Sonntagsritual gestalten? Möchtest du vielleicht immer mit frischen Semmeln und einem ausgiebigen Frühstück starten? Das könntest du beispielsweise damit verbinden, dass du auf dem Weg zum Bäcker immer einen kleinen Umweg, also einen kleinen Spaziergang einbaust und so ein wenig Bewegung und frische Luft abbekommst. Oder möchtest du den Sonntag immer mit einem Abend in der Sauna oder einer schönen Meditation abschließen? Es gibt unzählige Möglichkeiten, deine Rituale zu gestalten. Probiere einfach aus, was dir Freude bereitet und was dich auf andere, schöne Gedanken bringt.

4. Deine Entspannung finden

Wie entspannst du? Wie schaltest du ab? Welche Entspannungsmethode ist für dich hilfreich? Ähnlich der Rituale helfen dir Entspannungsmethoden, wie etwa autogenes Training und progressive Muskelrelaxation auf der einen Seite deinen Fokus auf andere Dinge zu lenken, als auf die grüblerischen Gedanken an den Montag. Auf der anderen Seite unterstützen diese Verfahren dich dabei zu vegetativ wirksamer Erholung und Regeneration zu finden. Vorteil dieser Entspannungsverfahren ist, dass sich, bei regelmäßigem Praktizieren dauerhaft ein tiefgreifendes körperliches Ruhegefühl und dadurch mentale Gelassenheit einstellen kann. Körperliche Entspannung kann sich für dich natürlich auch durch andere Dinge einstellen, die dir gut tun. Wenn du bei einem guten Buch entspannen und abschalten kannst, dann nimm dir mal wieder ein spannendes Buch zur Hand. Teste einfach aus, was dir gut tut und was du brauchst, um den Sonntagsblues zu vermeiden.

5. Gesunder Schlaf als „gamechanger“

Erwiesenermaßen ist gesunder Schlaf besonders wichtig, bei der Bewältigung von Stress, kann dabei helfen die Konzentration zu verbessern, trägt zur Erholung bei und reguliert die Stimmung. Gönne dir also eine Mütze voll Schlaf. Erhole dich und sei wieder ausgeruht und voller Energie. Das sagt sich natürlich so einfach. In der Praxis sieht es leider häufig anders aus. Nicht einschlafen können, nachts aufwachen, sicher kennst du es auch. Was kann dir dabei helfen, wirklich in einen erholsamen Schlaf zu kommen? Eine regelmäßige Schlafroutine (womit wir wieder bei Routinen wären) kann dich dabei unterstützen. Überlege dir, was deine Routine sein könnte. Ist es ein gutes Buch vorm einschlafen, hilft dir das tragen einer Schlafmaske oder bringt dich eine Atemübung in die Ruhe? Auch hier gilt; ausprobieren und darauf achten, was dir gut tut und dich dabei unterstützt ruhig schlafen zu können. Auch das Praktizieren von Entspannungsverfahren kann dir dabei helfen, langfristig besser schlafen zu können, da sie nicht nur für die körperliche sondern auch für die mentale Entspannung hilfreich sind.

6. Zu guter Letzt, es ist völlig in Ordnung und normal, auch mal einen schlechten Tag zu haben. 

Sei nicht zu streng mit dir. Nimm auch negative Gefühle an und lasse sie sein. Auch sie werden wieder gehen.

 

Wichtig ist, dass du dir Zeit lässt und nicht zu streng mit dir selbst bist, egal ob es darum geht, neue Gewohnheiten, Rituale oder Entspannungstechniken zu etablieren. Mache dir bewusst, dass all das Zeit und ein wenig Routine benötigt und nicht von jetzt auf gleich das gewünschte Ergebnis erzielt. 

 

HAST DU SCHON IDEEN? WIE MÖCHTEST DU IN ZUKUNFT DEINEN SONNTAG VERBRINGEN? WIE SOLL SICH DEIN SONNTAG ZUKÜNFTIG ANFÜHLEN?

 

ICH WÜNSCHE DIR VIEL FREUDE BEIM AUSPROBIEREN!

Deine Michaela

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